Data Literacy – DORA4KIT

Ziel ist professionelle Kompetenzen des Forschungsdatenmanagements (FDM) bei Studierenden und Lehrenden am KIT zu fördern. Das Zentrum für Mediales Lernen (ZML) konzipiert und produziert als Projektpartner passgenaue, digitale Lernmodule sowie eine zentrale Ilias-Lernplattform. Diese Lernangebote sollen bereits in der Frühphase der wissenschaftlichen Ausbildung integrativ und additiv verwendet werden.

Data Literacy gilt als Schlüsselkompetenz im digitalen Zeitalter. Als Forschungsuniversität hat sich das KIT zum Ziel gesetzt, in besonderem Maße Kompetenzen für den professionellen Umgang mit Forschungsdaten zu fördern - und dies bereits in der Frühphase der wissenschaftlichen Ausbildung.

Ansprechpartner:innen am ZML
Dr. Carolin Henken
Tel.: +49 721-608-48204
E-Mail: carolin.henken∂kit.edu

Manuela Schmidt
Tel.: +49 721-608-48167
E-Mail: manuela.schmidt∂kit.edu

Für die Entstehung eines systematischen Sensibilisierungs- und Lernangebots für Studierende und Lehrende ist das Projekt-Team DORA4KIT verantwortlich, bestehend aus Mitarbeiteri:innnen des Instituts für funktionelle Grenzflächen (IFG), Institut für Biologische und Chemische Systeme - Funktionale Molekulare Systeme (IBCS-FMS), Zentrum für mediales Lernen (ZML), Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik (IBAP), House of Competence (HoC), Steinbuchcenter Center for Computing (SCC) sowie dem Serviceteam RDM∂KIT.

Das ZML konzipiert und produziert hierzu passgenaue digitale Lernformate, die sowohl in den Studienverlauf eingegliedert werden sollen als auch in Form von Schlüsselqualifikationen angeboten werden können. Ein weiteres Ziel stellt zudem der Aufbau einer FDM-Lernplattform auf ILIAS dar, um diese Lernangebote des KITs zentral zu verorten.

Die Lernangeboten sollen insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllen:

Digital & integrierbar: Die digitalen Lern-Module sollen unkompliziert in die Lehre integrierbar sein, dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Fachgebieten notwendig. Didaktische Unterstützungsangebote für Lehrende sollen eine Verknüpfung mit bestehenden Lehrveranstaltungen erleichtern und ebenso dazu anregen, neue Lernformate (wie zum Beispiel Blended Learning-Szenarien) umzusetzen.

Theoretisch & praxisbezogen: Die Kenntnisse des FDMs sollen nicht nur theoretisch vermittelt werden, sondern auch an konkrete Anwendungsszenarien anknüpfbar sein, um einen Transfer der Kompetenzen in die Praxis zu gewährleisten. 
 

Flexibel & modular: Neben fachübergreifenden Grundlagen des FDMs sollen auch fachspezifische Komponente vermittelt werden. Damit die Lernmodule möglichst zielgruppen- und bedarfsgerecht einsetzbar sind, sollen sie flexibel und modular aufgebaut werden.

Meilensteine des Projekts DORA4KIT

Als wichtiger Meilenstein erfolgt im Wintersemester 2021/22 die Fertigstellung und der Einsatz eines ersten integrativen Lernmoduls:

Studierenden-Gruppen aus dem Fachbereich Chemie werden vom 1. Semester an mit dem Umgang des elektronischen Labornotebooks Chemotion geschult. Gleichzeitig werden sie für einen fairen Umgang mit Forschungsdaten sensibilisiert. Das ZML entwickelt derzeit gemeinsam mit dem IFG und dem Team um Chemotion ein neues Online-Lernmodul. Neben den theoretischen Grundlagen steht hier gezielt die praktische Anwendung im Vordergrund. Gelernt wird neben klassischen Text- und Quizformaten auch von realen Versuchs-Demonstrationen und praktischen Aufgaben, welche durch die Nutzung des ELNs gelöst werden müssen.

Am Ende des Moduls sollen die Studierenden ein erstes Verständnis für die Notwendigkeit der sorgfältigen Datendokumentation erlangt haben und in der Lage sein, ihre Versuche in dem anschließenden Chemie-Praktikum möglichst selbstständig im ELN Chemotion zu dokumentieren.


Das elektronische Labornotebook Chemotion ist am KIT speziell für den Fachbereich Chemie entwickelt worden und wird dort bereits für das Datenmanagement in der Forschung eingesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologische und Chemische Systeme - Funktionale Molekulare Systeme (IBCS-FSM) produzierte das ZML hierfür ein einführendes Video.

Nach der Evaluation der Pilotgruppe soll im darauffolgenden Sommersemester 2022 das FDM-Angebot durch ein einführendes Modul im Fach Chemie erweitert werden, zusätzlich sollen erste SQ-Angebote in Zusammenarbeit mit dem HoC realisiert werden.

Parallel dazu soll eine Lernplattform konzipiert und aufgebaut werden, in welcher die entstehenden Lern-Module bereitgestellt werden können. Die Plattform soll zudem für eine Erweiterung und Integration weiterer FDM-Lernangebote am KIT offenstehen.

Wollen sie selbst digitale Lernangebote für den Bereich FDM bereitstellen, dann sprechen Sie uns an.