Zentrum für Mediales Lernen

Szenario C: Seminare als Videokonferenz mit Studierenden vor Ort

Für Seminare bietet sich eine Videokonferenz an, in der interaktiv gleichermaßen mit den Studierenden vor Ort, wie auch den online Teilnehmenden gearbeitet wird. Dieses Szenario lässt sich in Seminarräumen mit entsprechender Hardware umsetzten. Bei einer Nutzung mit mehr als ca. 15 Personen vor Ort stößt die Technik jedoch schnell an Grenzen. Dann wären kostenintensive feste, spezielle Einbauten oder erhebliche temporäre Installationen notwendig. In diesen Fällen sollte überlegt werden, das Seminar in Gruppen aufzuteilen oder komplett online stattfinden zu lassen.

Ein Seminar muss ohne Aufzeichnung erfolgen, da in der Regel eine direkte Beteiligung der Studierenden erwünscht ist. Diese würde zur Erfüllung allgemein gültiger Anforderungen des Datenschutzes eine schriftliche Einwilligung und Verwaltung dieser Einwilligungen für eine spätere, gezielte Abwicklung einzelner Löschanforderungen erfordern. Daher ist es nicht möglich Teile, in den Studierende zu sehen oder zu hören sind, aufzuzeichnen.

Für die Seminarräume kann zentral nicht sinnvoll entsprechende Technologie vorgehalten werden. Es bietet sich an, hier lokale Absprachen zur Ausstattung und Organisation zu treffen. Dabei kann auf die Ausstattungshinweise zurückgegriffen werden und das Szenario für Livestreams aus den Hörsälen sinngemäß umgesetzt werden. Ebenfalls können so speziellen Anforderungen, die sich aus der Raumsituation oder den Inhalten ergeben, besser berücksichtigt werden.

Die Seite zur Hardware gibt Hinweise zu geeigneten Geräten. Die Videokonferenz kann z.B. über Zoom oder MS-Teams hergestellt werden.

Dilemma: Diskussion, Datenschutz

Lehrende und Studierende dürfen frei entscheiden, ob sie einen Cloud-basierten Dienst in Anspruch nehmen. Studierende vor Ort müssen auch frei entscheiden können, ob Sie im Livestream des Seminars mit übertragen werden, eine Aufzeichnung ist grundsätzlich nicht möglich. Dies bedeutet, wenn Sie ein Bild aus dem Seminarraum übertragen muss dieses für die Anwesenden vor Ort klar erkennbar sein und es muss die Möglichkeit gegeben werden, sich z.B. außerhalb des von der Kamera erfassten Bereichs hinzusetzen. Gleiches gilt für die Stimme. Z.B. kann das Mikrofon für eine Frage stummgeschaltet werden und Sie als Lehrende/r wiederholen hinterher die Frage über das Mikrofon.

Gruppenarbeit und Kollaboration im Hybrid-Seminar

Zum Charakter eines Seminars gehört auch Gruppenarbeit und Zusammenarbeit der Studierenden während der Durchführung. Eine Zusammenarbeit zwischen vor Ort Anwesenden und online Teilnehmenden ist dabei in der Regel nicht sinnvoll. Teilen Sie Gruppen so ein, dass diese jeweils entweder komplett aus Studierenden vor Ort oder online zugeschalteten Studierenden bestehen. Online Gruppen können Sie dann für die Gruppenarbeitsphase bequem Break-Out-Rooms als eigenen Raum zur Verfügung stellen. Beide Gruppenarten können eine Aufgabe dann in Ihrer Welt mit den jeweiligen Werkzeugen bearbeiten und hinter allen Teilnehmenden gemeinsam präsentieren.

Digitales Flipchart

Auf eine Tafel oder ein Flipchart vor Ort haben online Teilnehmende keinen Zugriff und können sich dort nicht beteiligen. Eine einfache und praktikable Lösung ist das in bwSync&Share integrierte Office im Browser. Legen Sie dort vor der Veranstaltung ein entsprechendes Dokument an und generieren Sie einen Freigabe-Link zum Bearbeiten. Diesen Link teilen Sie im Seminar. Dann können alle gleichzeitig in diesem Dokument mit dem Browser arbeiten. Z.B. in einem Textdokument in verschiedenen Textpassagen, oder jede Gruppe bekommt eine Folie in einer Präsentation für eine Ideensammlung. Auf diese Art und Weise stehen hinterher ohne mühsames Einsammeln von Gruppenergebnissen alle Ergebnisse z.B. für eine Besprechung zur Verfügung. Pro-Tipp: auf my.scc.kit.edu (Navigation Kurzlinks) können Sie den langen Link zur Freigabe von bwSync&Share vorab auch kürzen und einen sprechenden Link generieren, z.B. https://s.kit.edu/lesbarerlink.